Ein Tag beim Fernsehen...

Aktualisiert: 11. Apr 2019

Am 03. April war ich zu Gast im SWR Studio in Baden-Baden um meine Muttern-Armbänder als DIY-Anleitung im ARD-Buffet vorzustellen. "LIVE im Fernsehen? Wie ist das so?" - haben mich einige gefragt und hier ist mein Bericht dazu:



Ich muss gestehen, 2 Tage vor dem Dreh wurde ich ein wenig nervös und war froh das wir uns dazu entschieden hatten bereits am Vorabend anzureisen. Mein Mann hatte praktischerweise einen freien Tag und da mein Rücken noch immer etwas lädiert war, durfte ich die Fahrt nach Baden-Baden auf dem Beifahrersitz verbringen.

Wir erreichten Baden-Baden bei wunderschönen 20 Grad Sommerwetter und verbrachten den Abend mit leckerem italienischen Eis und Sightseeing.

Am nächsten Morgen konnte ich dem Frühstücksbuffet nicht so viel abgewinnen, der Hunger war ausnahmsweise nicht sehr groß (vielleicht lag es an der Uhrzeit - 7 Uhr?) und es drängte mich ins Studio wo wir pünktlich um 8.30 Uhr ankamen und von der zuständigen Redakteurin in Empfang genommen und direkt ins Studio gebracht wurden. Ich musste an Theaterauftritte von früher denken und war sofort verliebt....Ein Himmel voller Scheinwerfer und Spots :-)


Es folgte ein kurzes Kameratraining mit dem Regisseur und dann kamen schon die Dekorateurinnen und begannen meine mitgebrachten Armbänder und Materialien hübsch auf dem Studiotisch anzurichten. Nach und nach füllte sich das Studio und jeder wurde vom glitzern der Armbänder förmlich angezogen, und kam näher um sich den Schmuck näher anzusehen. Die ersten Armbänder wurden probiert und für später reserviert - ja, daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht. Aber wie ihr wisst vergisst man ja immer etwas zuhause - das es hier nun der Quittungsblock war, damit konnte ich leben.

Weiter ging es in die Maske und Garderobe und anschließend zur Probe. Ich dachte das die gesamte Sendung einmal komplett durchspielt wird und war überrascht wie viel improvisiert und verändert wurde. Und dann war es auch schon soweit, nach einer kurzen Pause (ich hatte gerade genug Zeit für ein kurzes Posting auf Instagram) standen wir alle wieder im Studio und lauschten dem Countdown....es war einfach großartig!!! Alles was in der Probe noch improvisiert und verändert wurde klappte so flüssig und perfekt als hätten wir es mehrfach geprobt und einstudiert. Die kurzen Video-Einspieler waren immer eine willkommene kurze Pause für alle um sich mal zu räuspern, einen Schluck Wasser zu trinken oder sich mit den Studiogästen und der Crew abzusprechen.

Wärend wir Jacqueline Amirfallah beim kochen zusahen hatte ich quasi schon vergessen das drei Kameras unablässig um uns herumfuhren. Es war soweit!

Noch wärend der Clip zum Thema Wildkräuter lief ging ich zum Kreativbereich hinüber und wartete dort auf meinen Einsatz. Als die Aufnahmeleiterin die letzten 10 Sekunden anzählte fing mein Herz kurz an schneller zu schlagen und dann war alles ruhig.....ich war live auf Sendung. Moderator Florian Weber eilte charmant mit mir durch die fünf Minuten Sendezeit und es klappte wie am Schnürchen. Zwar waren seine Fragen an mich absolut neu (in der Probe hatte er mir andere Fragen gestellt), aber auch das brachte mich erstaunlicherweise nicht aus dem Konzept. Ich fühlte mich wie ein Fisch im Wasser, absolut in meinem Element und wenn es nach mir gegangen wäre, ich wäre glatt dort geblieben ;-) Auch die Crew war tiefenentspannt - das der Moderator kurz vor Schluss noch Nasenbluten bekam und die souveräne Köchin kurze Zeit ohne ihn arbeiten musste brachte keinerlei Aufregung ins Studio - herrlich.


Hier findet Ihr das Video zu meinem Auftritt


Das Essen das uns Jacqueline Amirfallah gekocht hatte war sensationell und kam genau zur rechten Zeit. Wärend um uns rum die Crew bereits das Studio räumte, putzte und uns von den Mikros befreite saß ich zusammen mit den Studiogästen am Tisch aß und unterhielt mich.

Alle waren super freundlich und interessiert und jeder gratulierte mir und verabschiedete sich als ob wir uns in Kürze wieder sehen würden. Zurück im Backstagebereich in unserer Garderobe wurde mir dann erst klar warum: dort traffen wir auf John, den Gästebetreuer von "Kaffee oder Tee" der die Sendung mitverfolgt hatte und mich für einen der regelmäßigen Studiogäste gehalten hatte und kaum glauben wollte das dies meine Premiere war - ich war geschmeichelt, und so abgelenkt vom Gespräch das ich nur aus dem Augenwinkel eine kleine Tiertransportbox und lange braune Öhrchen im Arm des neu angetroffenen Studiogastes wargenommen hatte. "Klar, ist ja bald Ostern - da passt es ja einen Hasen mit ins Studio zu bringen", dachte ich noch wärend ich meine Tasche nahm und mich umdrehte.

Im Arm des Gastes wurde es plötzlich unruhig und ich sah das Tier "Oh mein Gott, das ist ja ein Känguru" - rief ich begeistert, stellte meine Sachen wieder ab (so kam es wohl das ich meine Stiefeletten dort vergessen habe) und starrte einem süßen kleinen Känguru-Baby direkt ins Gesicht.

Ans gehen war erstmal nicht mehr zu denken. Natürlich stellte ich seiner Ziehmama Biga Kruse erstmal jede Menge Fragen und erfuhr so das "Jumper", - so heißt das 7 Monate alte Känguru bei seiner Mutter aus dem Beutel gefallen ist und seitdem von Ihr 23 Stunden am Tag im Ersatzbeutel getragen wird. Seit 15 Jahren zieht Sie nun Känguru-Babys wie Jumper auf, die bei Ihr in einem privaten 11 Hektar großen Wildtiergehege ein Zuhause finden. 20!!! Kängurus leben nun mittlerweile bei ihr. Ich war hin und weg....

Wir sind ja selbst ein sehr tierlieber Haushalt mit unserer Labrador-Mix-Hündin Siska, Schmuskater Ramses "Mr. Plüsch" und aktuell 4 weiteren Pflegekatzen um die wir uns für den Tierschutzverein Schramberg e.V. kümmern, aber 20 Kängurus - das ist schon heftig....Hut ab!






Ihr seht - dieses Känguru hat mich dermaßen fasziniert, das der eigentliche Fernsehauftritt hier schon fast in Vergessenheit gerät. Aber wer weiß....vielleicht ist es ja nicht der letzte Besuch geblieben.


Auf der Rückfahrt nach Hause machte ich mein Handy wieder an und kämpfte mich dank der kurvenreichen Strecke mit flauem Magen durch die zahlreichen Nachrichten und Online-Bestellungen. Mein DIY-Set für die Mutternarmbänder kam offensichtlich gut an und aktuell sind die Sets schon fast vergriffen. Wer noch ein Set zum Selbermachen eines Muttern-Armbandes möchte kann dies hier bestellen.


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