DIY on TV: Schmuck aus handgeschöpftem Papier

Still war es in den letzten Wochen - teils gab es Corona-bedingte Absagen, dann kam unser Umzug. Daher freue ich mich jetzt wieder richtig auf den nächsten LIVE-Studio Termin bei "Kaffee oder Tee" am 10.03. Yeah - es geht wieder ins Studio!! Klar ist vieles immernoch eingeschränkt und läuft nun verändert ab, aber egal! Ich freu mich :-)


Dieses mal habe ich mir etwas passendes für den Sommer überlegt und auch hier wieder mit Rücksicht auf die schwierige Lage Materialien ausgewählt die wir zu Hause haben ohne dafür einkaufen gehen zu müssen. Ich zeige Euch wie man Papier selber schöpft und mit Hilfe von getrockneten Blüten aus dem Garten schöne Inlays für Schmuckstücke herstellen kann.

Diese Schöpftechnik macht einfach Laune, lässt sich super auch für kleine Dekostücke oder Grußkarten verwenden und ist eine tolle Beschäftigung für Kinder. Also meine (8 und 14 Jahre alt) fanden das so spannend wie schon lange nichts mehr :-)

Material:

- (Zeitungs-) Papier

- Schere

- Mixer

- Schüssel

- Kleiner Holzbilderrahmen oder Holzstücke

- Alte Nylonstrumpfhose

- Hammer und Nägel alternativ: Holzleim und Reißzwecken

- Getrocknete Blüten, Blattgold oder ähnliches zum gestalten

- Schmuckfassung mit transparentem Cabochon (Glasstein) und passendem Kleber => gibt es oft als Set zu kaufen

- Schwamm, Geschirrtuch


Und so geht´s:

1. Schneiden Sie Zeitungspapier in Streifen und anschließend in ca. 5mm große Stücke und weichen Sie diese in einer Schüssel mit Wasser für einige Stunden ein. Hinweis: Je dünner das Papier und je kleiner die Schnipsel desto schneller wird es weich.

2. Anschließend geben Sie nun das eingeweichte Papier in einen Mixer und füllen Wasser dazu. Das Verhältnis von Papier zu Wasser sollte ca. 1:3 sein. Nun so lange Mixen bis ein feiner Brei entsteht.

3. Füllen Sie nun den Boden der Schüssel mit etwas Wasser und geben Sie langsam den Papierbrei hinzu. Die Menge des Breis im Wasser entscheidet darüber wie dünn oder dick das Papier anschließend wird.

4. Den Brei in der Schüssel kurz verrühren und nun den Schöpfrahmen seitlich in den Brei tauchen (wie Sie einen Schöpfrahmen selbst fertigen können erkläre ich weiter unten), an beiden Seiten halten und beim herausheben hin und her wiegen damit das Wasser besser ablaufen kann. Sollten Sie das Gefühl haben, das zu wenig Im Schöpfrahmen hängen geblieben ist können Sie mit einem Löffel nachschöpfen und erneut das Wasser ablaufen lassen, bis Sie zufrieden sind. An diesem Punkt können Sie nun kleine Elemente wie z.B. getrocknete Blüten oder Blattgoldstücke mit einarbeiten.

5. Legen Sie nun den Schöpfrahmen auf der vorbereiteten Unterlage (Plastikdecke und einem Geschirrtuch) ab. Dabei zeigt die Seite mit dem Papierbrei nach unten zum Geschirrtuch. Mit Hilfe eines saugfähigen Schwamms oder Tuchs nun die Rückseite gründliche abtupfen, um dem Papier schneller die Feuchtigkeit zu entziehen. Dabei verbindet sich auch gleichzeitig die neue fasrige Papierstruktur. Anschließend den Rahmen vorsichtig anheben und das Papierstück auf dem Tuch zum Trocknen ablegen. Nun muss es vollständig trocknen ehe man es weiterverarbeiten kann.

6. Sobald das Papier vollständig getrocknet ist kann nun der Zuschnitt für den Schmuck gemacht werden. Suchen Sie sich besonders schöne Stellen und schneiden Sie diese passend für die von Ihnen gewählte Schmuckfassung aus. Mit Hilfe von etwas Schmuckkleber und einem Glasstein (Cabochon) verwandelt sich das handgeschöpfte Papier in ein schönes Schmuckstück mit Naturelementen.

Tipps:

- Es muss nicht Zeitungspapier sein, wer es bunt mag kann z.B. auch mit buntem Papier arbeiten

- In das Papier lassen sich leicht kleine Blütenblätter einarbeiten aber auch andere Naturmaterialien oder z.B. Blattgold

- mit derselben Technik lassen sich auch hübsche Grußkarten oder andere Schmuckstücke fertigen

- Je mehr Wasser desto feiner wird das Papier. Gröberes Papier ist vor allem für Kinder leichter zu schöpfen – dann deutlich weniger Wasser verwenden.


Tipps zur Herstellung eines Schöpfrahmens:

Material: - kleiner Holzbilderrahmen oder dünne Holzlatte - Tacker oder Reißnägel - alte Lylonstrumpfhose - Holzleim und Schraubzwingen oder Hammer/Bohrer sowie Nägel/Schrauben

Variante 1 – Holzbilderrahmen nutzen:

Streifen Sie die Strumpfhose (ein Bein) über den Bilderrahmen und schneiden Sie diese an den Seiten passend ab. Darauf achten das die Strumpfhose gespannt ist und anschließend an den Seiten gut festtackern.


Variante 2 – selber bauen: Kleine Holzlatten (Kanthölzer) zusägen und abschleifen. Ob man einen quadratischen oder rechteckigen Rahmen damit baut ist Geschmackssache. Nur nicht zu groß werden lassen. Anschließend die Hölzer zu einem Rahmen zusammenfügen und entweder mit Holzleim fixieren, oder die Hölzer vernageln/verschrauben (an besten vorbohren damit das Holz nicht reißt). Nun wie in Variante 1 die Strumpfhose überziehen und mit Reißzwecken befestigen.



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